Lebenslauf, Werdegang und andere Labyrinthe

"Ich möchte Schriftsteller werden. Und meine Ruhe haben" (ca. 1976)


1958

Geboren am 27. November 1958 in Zürich
Primar- und Realschule in Zürich

Über meine Geburt gibt es nicht viel zu berichten, sie verlief offenbar problemlos. Meine Eltern trennten sich, als ich 2 Jahre alt war, ich wuchs zusammen mit meiner Schwester bei meiner Grossmutter, meiner Mutter und deren Bruder auf. Meinen Vater sah ich erst 12 Jahre später wieder.



Meine Grossmutter hatte einen Italiener geheiratet, und meine Mutter und deren Bruder wurden in Italien geboren. Der Mann meiner Grossmutter soff sich früh zu Tode, was das Leben in Italien (Orta San Giulio) auch nicht gerade einfacher machte.




Der Pakt von Mussolini und Hitler führte dazu, dass die Familie während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland deportiert wurde, und,, unter ständigem Bombenhagel, in der deutschen Kriegsindustrie am Bodensee arbeitete. Nach dem Krieg wurden alle drei wieder nach Italien abgeschoben. Anfang der 50er Jahre mit Hilfe von Verwandten in die Schweiz geholt.



Meine Kindheit habe ich bis etwa zum 7. Lebensjahr in guter Erinnerung. Die Jahre danach in weniger guter Erinnerung. Die Schulzeit verlief zuerst problemlos, doch ab etwa der 4. Klasse wurde es schwierig. Scheidungskinder waren damals noch nicht in der Überzahl, und die seltsame Grossfamilie, sowie der Umstand, dass meine Mutter und deren Bruder "Tschinggen" waren, wurde uns durch nette Schweizer Mitschüler immer wieder vor Augen geführt. Dazu kam, dass uns die Wohnung gekündigt wurde (was ich der Firma Schäppi Immobilien bis heute nicht verziehen habe) und es natürlich unmöglich war, etwas adäquates zu finden.



Mein Onkel hatte sich in seinem Zimmer einen mittleren Zoo eingerichtet, mehrere Vögel, Schildkröten, Goldhamster und Meerschweinchen. Unser Ordnungsverständnis war eher Italiensch als Schweizerisch, was damals noch niemand liebevoll Italianita nannte. Wir zogen deshalb mehrere Jahre von einer Notwohnung in die andere, die meisten in Abbruchhäusern, manchmal ohne fliessend Warmwasser, das WC unten im Treppenhaus und geheizt wurde mit romantischen Holzöfen und Kohlebrikkets. Die Katze freute sich über Mäuse und wir erfreuten uns an der Katze. Trotz des italienisch gefärbten Blutes habe ich in meiner Kindheit nicht italienisch gelernt. Diese Sprache wurde zu Hause nur gesprochen, wenn die Erwachsenen Dinge besprechen wollten, die wir Kinder nicht mitbekommen sollten.

 



Meine literarische Karriere begann im Alter von etwa 12 Jahren. Ich las damals Unmengen von Heftchenromanen. Gruselkrimis und Horrorgeschichten, klassische Krimis kamen erst später dazu. Ich erinnere mich daran, dass ich selber an einer solchen Gruselgeschichte schrieb, weiss aber nicht mehr, ob ich sie beendete. Ich war ein mässiger, manchmal auch guter Schüler, vor allem aber ein bequemer. Ich schlug mich ohne grossen Aufwand durch die Schule. Für meine Mutter und die Grossmutter war einzig wichtig, dass ich später einen Beruf erlernen würde. Gymnasium war zu Hause ein Fremdwort und Lehrer, die meine Unterforderung erkannt hätten, gab es nicht.
Deutsch war nicht unbedingt mein Lieblingsfach. Geographie interessierte mich viel mehr. Mit 12 kannte ich alle Hauptstädte der Welt auswendig, was mir damals nichts brachte, und auch heute allenfalls in einer Quizshow von Nutzen wäre. Eine literarische Auffälligkeit gab es jedoch: Ich erfand gerne Geschichten. Die üblichen Aufsatzthemen (mein schönster Ferientag) waren ein Greuel, da wir nie wegfuhren in den Ferien, und ich deshalb nicht mit den poetischen Beschreibungen von Meeresstrand und abgelegenen Bergdörfern konkurrieren konnte. Deshalb erfand ich Geschichten, manchmal realistische, manchmal hanebüchene, die mir Randnotizen der Lehrer eintrugen (kann so nicht gewesen sein!) Ich erzählte meinen Mitschülern fantastische Geschichten über Autorennen, die auf den Dächern einer Stadt ausgetragen wurden, oder über einen Jungen, der seine Schädeldecke öffnen konnte und darin seine Schätze aufbewahrte (gibt es ein schöneres Bild für einen Schriftsteller?).







Die Fotos zeigen einige der Häuser in denen wir gewohnt haben. Hönggerstrasse 10, das Haus steht noch, Imfeldsteig und Buhnrain 37 in Seebach. Das Haus am Buhnrain wurde nicht abgerissen, weil es als altes Flarzhaus teilweise unter Denkmalschutz stand. Als wir darin lebten waren einige Zimmer im Haus einsturzgefährdet. Die Toilette befand sich ausserhalb der Wohnung, zur Wohnung führte eine steile Treppe. Das Haus wurde in den 90er Jahren vollständig renoviert und ist heute ein Schmuckstück.

Mein Einzelgängertum genoss ich sehr. Ich erfand Spiele, oder änderte die Regeln für bestehende Spiele wie Monopoly derart drastisch ab, dass sie ausser mir tatsächlich niemand verstanden hätte. Ich konnte stundenlang alleine Brettspiele spielen, und dabei vier verschiedene Mitspieler simulieren. Oder eine Rennbahn konstruieren auf der ich Glaskugeln laufen liess und die Zeit stoppte.
Mein Lieblingsspiel war aber eine Fussballsimulation. Ich schnitt die Matchresultate aus der Zeitung und sammelte sie in einem Schuhkarton. Dann spielte ich meine eigene Fussballmeisterschaft. Ich ging Spiel für Spiel durch, jeweils im Zehnminutenrhythmus. Also GC gegen FCZ. Erste 10 Minuten. Ich zog eines der Matchresultate. Waren darauf Tore in den ersten 10 Minuten notiert, wurden diese für mein Spiel GC - FCZ übernommen. Dann das nächste Spiel usw, bis ich wieder bei GC - FCZ angelangt war, und die Minuten 11 - 20 relevant waren. So gestaltete ich meine eigene Fussballmeisterschaft mit Auf- und Absteigern über mehrere Saisons. Dass ich mit 40 noch immer eine Fussballsimulation spiele (am Computer), hätte ich mir damals nicht träumen lassen.





Zu meinem 14. Geburtstag wünschte ich mir eine Schreibmaschine, was zu allgemeiner Verwunderung und Verblüffung Anlass gab. Ich stand bis zu meinem 20. Lebensjahr unter Vormundschaft (ein weiterer Grund, der meine Kindheit nicht besonders erfreulich aussehen liess, da von Vormundschaftsseite immer wieder "DAS HEIM" als Drohung in der Luft hing, da ich als schwieriger Knabe galt - und es wahrscheinlich auch war). Die Schreibmaschine wurde als hoffnungsvolles Zeichen gewertet. Sie stand aber nicht am Beginn meiner schriftstellerischen Karriere, ich benutzte sie vorerst nur, um meine Fussballsimulation schöner gestalten zu können. Zudem hasste ich es schon als Schüler, von Hand zu schreiben, weil ich mich als Linkshänder ständig verkrampfte (die Tortur der Füllfederhalter). In der zweiten Klasse musste ich eine Mitschülerin, die von der Lehrerin dazu angehalten wurde, die Hand zu heben, wenn ich wieder linkshändig schrieb, mit Unmengen von Süssigkeiten bestechen. Jahre später entstanden die ersten Gedichte auf dieser alten Brother, die einen furchtbar harten Anschlag hatte.
In meiner Jugend war ich ständig hin- und hergerissen, zwischen dem Wunsch, die Jugend möge endlos dauern, und dem Wunsch möglichst rasch erwachsen zu werden. Eine endlose Jugend wünschte ich mir, weil ich in der Welt der Erwachsenen keinen Platz sah für meine Spiele und meine Phantasien. Wie konnte ich damals ahnen, dass man mit Lügengeschichten im Reich der Erwachsenen berühmt werden kann? Andererseits wollte ich möglichst rasch volljährig werden, um mir nicht mehr zwei bis dreimal pro Jahr, von einer netten Frau oder einem netten Mann, sagen lassen zu müssen, wie ich mein Leben gestalten oder meine Unterhosen im Schrank einordnen sollte.



Antonio, der Bruder meiner Mutter. Er starb 1980, im Alter von 53 Jahren, ein Jahr nach dem Tod seiner Mutter.



Eines der wenigen Fotos, das meine Schwester und mich zusammen mit meinem Vater zeigen.

1975-1977
Lehre als Sportartikelverkäufer. Während der Lehre entstehen erste Gedichte und Kurzgeschichten.

Die Lehre als Sportartikelverkäufer war ein Missverständnis. Beim Berufsberater machte ich unter anderem zwei Intelligenztests und die Resultate zeigten unmissverständlich, dass ich intelligenzmässig auch unter Gymnasiasten im oberen Drittel rangiert hätte. Der Vorschlag eines zusätzlichen Schuljahres war mir aber völlig zuwider. Aus der grandiosen Auswahl an Möglichkeiten (ich war handwerklich völlig unbegabt, deshalb kamen nur Büro, Post und Verkauf in Frage), wählte ich den Verkauf, obwohl ich nie gerne auf Leute zuging.
Eine Buchhändlerlehre hätte ich gerne gemacht, aber der Berufsberater riet mir ab (keine Aufstiegschancen). Nun gut. Als Sportartikelverkäufer hatte ich wenigstens Ausstiegschancen. Immerhin konnte ich meine Phantasie voll und ganz in den Beruf einbringen. Ich fuhr nämlich nicht Ski, war in meiner Kindheit ein Nichtschwimmer und die meisten anderen Sportarten interessierten mich nur passiv. Ich war keine Minute auf Skiern gestanden und verkaufte Dutzende davon. Well done. Aber irgendwie doch nicht das Wahre. Frust kam auf. Alkohol, Drogen und Selbstmordgedanken - das übliche, wenn man 16 oder 17 Jahre alt ist. Ich begann Gedichte zu schreiben. Ich begann meine Gedichte anderen zu zeigen. Und siehe da, sie wurden verstanden. Ich wurde verstanden. Eine neue Welt tat sich auf. Wer nicht verwegen, blond und blauäugig oder bärenstark ist, der kann mit ein paar Zeilen die Herzen der Mädchen erobern. Mit 17 wusste ich, dass ich eines Tages Schriftsteller werden wollte.



1980-1982
Diverse Aushilfsjobs, erste Publikationen in Literaturzeitschriften, längerer Aufenthalt in Berlin.

Mit 20 war es soweit. Ende der Vormundschaft, Eintritt ins richtige Leben. Ich kündigte meine Stelle und tat fortan das, was ich gerne als Studium der Menschen bezeichnete. Mit anderen Worten, ich tat nichts. Ich machte Schulden, jobbte ab und zu und schickte Gedichte an Literaturzeitschriften und wurde sogar einige Male veröffentlicht. Im Drehpunkt erschienen 3 Gedichte von mir, doch leider unter dem Namen Roger Grab, was ich dem Drehpunkt bis heute nicht verziehen habe.
Die Monate in Berlin waren fantastisch. Ich war zuvor nur wenig gereist und rief eines Tages einfach im literarischen Colloqium am Wannsee an, ob ich bei Ihnen ein Zimmer haben könnte. Obwohl das Haus normalerweise nur Stipendiaten offenstand, wurde ich freundlich empfangen und kriegte für lächerlich wenig Geld ein tolles Zimmer. Was ich dem literarischen Colloqium Berlin noch heute gross und dick anrechne. Ich schrieb an einem ersten Roman, später an einem Zweiten. Fertig wurden beide nicht.



1981
Hörspiel für Radio DRS. Gründung eines Filmclubs in Zürich. Herausgabe einer Filmzeitschrift.
Drehbücher für kleinere Filmprojekte,eigene Videofilme.

Das Hörspiel war die Folge einer Grippe. Ich lag zwei Wochen krank im Bett und las in einer Illustrierten, dass das Schweizer Radio Schweizer Autoren fördert, und man mit Hörspielen gutes Geld verdienen könne. Innert eines Monats schrieb ich ein Hörspiel, dass die Jahre als Sportartikelverkäufer thematisierte. Gleich danach schrieb ich das Hörspiel "Die Insel, die es nicht gibt", einen melodramatischen Krimi. Dieses wurde schliesslich produziert, obwohl der Hörspieldramaturg lieber ein Stück über die Zürcher Unruhen gelesen hätte. 15 Jahre später habe ich in "Zürich bei Nacht" die bewegten Zeiten thematisiert. Gut Ding muss manchmal tatsächlich Weile haben.
Film hat mich immer fasziniert. Ich habe in meinem Leben viel mehr Filme gesehen, als Bücher gelesen, deshalb war es naheliegend, über Filme zu schreiben. Filme zu machen hat mich ebenfalls fasziniert. Das Schreckliche am Filmemachen ist aber, dass man von Anfang an mit anderen Leuten zusammenarbeiten muss.



Zusammen mit meiner Mutter in ihrer Heimatgemeinde Orta San Giulio


1982-1984
Freier Filmkritiker für diverse Zeitschriften, Gelegenheitsjobs.

Heute muss ich sagen, dass es ein Fehler war, Filmkritiker zu werden. Die journalistische Arbeit hat mir das Schreiben verleidet. Zudem war es quälend, schlechte Schweizer Filme anzuschauen und irgendetwas Positives darüber zu schreiben, weil man es ja grundsätzlich gut fand, dass es Schweizer Filme gab. Ich lebte von wenig Geld in Wohngemeinschaften und (back to the roots?) Abbruchhäusern.



1985
Redaktor der Zeitschrift TELL

Der Tell ging vordergründig ein, weil das Geld ausging. Tatsächlich aber, weil einigen Leuten der Power abhanden gekommen war, für lausig wenig Geld eine Zeitschrift für Linke zu machen, die permanent von Linken kritisiert wurde. Der Versuch, die Zeitschrift für ein breiteres Publikum zu öffnen scheiterte. Ein Nachfolgeprojekt scheiterte ebenfalls.
Am Ende stand Walter B. vom Ringier-Verlag plötzlich vor der Tür und offerierte uns 20'000 Franken, um eine neue Zeitschrift zu erfinden. Das Projekt hiess JETZT und verschwand in der Schublade von Walter B.. Ein paar Jahre später lancierte der Ringier-Verlag die Nullnummer einer neuen Kulturzeitschrift. Sie hiess JETZT und Walter B. gab sich als Erfinder aus. Mehr als die Nullnummer erschien allerdings nicht. Dafür erschien, wiederum ein paar Jahre später, in der Weltwoche ein neuer Bund. Er hiess JETZT und Walter B., dessen Werbeagentur für das Facelifting der Weltwoche eingespannt wurde, konnte sich erneut als genialer Erfinder brüsten. Damals wurde mir klar, dass man um geniale Erfinder wie Walter B. einen möglichst grossen Bogen machen sollte.
Eine traurige Geschichte zum Tell möchte ich nachtragen. Ende November 2000 flog ich für eine Woche nach Porto für drei Lesungen. In der Wartehalle des Flughafens Kloten lagen verschiedene Zeitungen und Zeitschriften auf. Unter anderem die Computerworld. Ich erinnerte mich daran, dass Martin Meier, den ich vom Tell her kannte, seit längerem Chefredaktor dieser Zeitschrift war. Ich blätterte in der Zeitung und dachte daran, mich wieder einmal bei Martin Meier zu melden, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Als ich aus Porto zurückkam, las ich in der Zeitung, dass Martin Meier, einen Tag nach meinem Abflug nach Porto, an Krebs gestorben war.



1986
Stelle bei Radio DRS als Redakteur für Wort-Unterhaltung.

Ich beschloss von einem Tag auf den anderen, keine Filmkritiken mehr zu schreiben. Es war eine Befreiung. Doch damit verlor ich meine einzige Einnahmequelle. Ich hatte in den Jahren zuvor keine literarischen Texte geschrieben. Ich erfand ein Brettspiel (Das Buchstabenquiz), dass tatsächlich auf den Markt kam und genauso rasch wieder verschwand. Ich verdiente damit genug Geld, um ein paar Monate über die Runden zu kommen. Die Stellenanzeige von Radio DRS las ich zufällig. Sie suchten jemand, dem Witz, Nonsense, Kabarett und Wortspiele lagen und ich fühlte mich sofort angesprochen, hatte ich doch gerade ein paar kurze Sketche für das Schweizer Fernsehen geschrieben.
Es gab etwa 70 Bewerbungen. Ich gehörte zu den sechs Auserwählten, die Vorsprechen durften. Es gab eine Menge, das gegen mich sprach. Ich wollte nicht ins Mikrophon sprechen, nicht moderieren. Ich hatte keine Matura und natürlich keinerlei Erfahrung. Der neue Mann sollte frischen Wind in die Bude bringen. Die Wahl fiel auf mich. Was ich Radio DRS heute noch zu Gute halte.

1986-1988
Satiren, Sketche, Spiele und Nonsense für Radio DRS 1 & 3.

Ich schrieb zuerst viele Texte für DRS 1. Mir machte es Spass, den Schauspielern machte es Spass, den Hörerinnen und Hörern machte es weniger Spass. Die Sachen, die ich fürs DRS 3 schrieb, kamen besser an. Die Abteilung Wort-Unterhaltung wurde aufgehoben und die Redaktoren den Sendeketten zugeordnet. So kam ich zu DRS3 und so kam DRS zu Philip Maloney. So geht das.



1989
Start der Hörspielserie «Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney».

Ja, die erste Folge entstand aus einer Laune heraus. Ein Vierteiler. Eine Parodie auf klassische amerikanische Detektive. Philip Marlowe - Philip Maloney. Simpel und ohne Konzept, ein Hauruckunternehmen. Die erste Folge kam an, ich schrieb weiter. Gleichzeitig schrieb auch Milena Moser eine Hörspielserie. Und ich schrieb neben Maloney auch noch den "Stadtpräsidenten", eine Satire auf die Kommunalpolitik.
Maloney war anfänglich bei den Hörerinnen und Hörern beliebter als Hausintern. Vor allem die Leute vom Hörspiel zeigten sich betupft. Ich produzierte einfach drauflos, kümmerte mich nicht um die Gifteleien der Hörspieldramaturgen, die den guten Ruf des Hörspiels gefährdet sahen. Es gab Interventionen auf höchster Ebene um dem Graf zu verbieten, weiterhin solchen Schrott zu produzieren. Doch die Herren vom Hörspiel hatten sich verrechnet. Maloney war bereits drauf und dran, ein Geheimtipp zu werden. Mit den Jahren wurde aus den Gifteleien freundlicher Applaus. Und heute werden Kurzhörspiele verblüffend ähnlich produziert, wie ich damals schon meinen Maloney produzierte. DRS 3 halte ich noch heute zu Gute, dass der Sender und deren Verantwortliche die Maloneyserie nicht verhindert haben.



1990
Veröffentlichung zweier Kartenspiele. 20 teilige Mini-Krimiserie «Der Reporter» für das Schweizer Fernsehen.

Ein unmögliches Format und wahrscheinlich mehr etwas fürs Archiv als für eine Widerholte Ausstrahlung. Der Reporter kam in 20 einminütigen Folgen daher und wurde innerhalb des damals sehr neuen 10 vor 10 ausgestrahlt.

1992
In Kursen und im Selbststudium die Programmiersprachen Pascal und C erlernt.
Später auch Java, Javascript, Basic und PHP. Diente als Grundlage für den Internetauftritt 1996
Erstes Buch:«Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney».
Erste öffentliche Lesung am 6.12. in der Bibliothek Zürich-Wipkingen.
Erste szenische Lesungen mit dem Original-Maloney-Team.

Die Programmiersprachen waren die Basis für meinen späteren Internetauftritt. In einer Zeit, als es noch keinen Adobe Golive, Dreamweaver oder eine Frontpage gab, konnte man ohne Programmierkenntnisse kaum Webseiten generieren. Programmieren ist dem schreiben nicht unähnlich. Man muss sich an gewisse Regeln halten und kann damit ganze Welten zum Leben erwecken.



1993
Philip Maloney und der Weihnachtsmann ensteht.
«Verrückte Helden» Hörspiel-Thriller in 4 Teilen wird im Juli/August auf Radio DRS1 und DRS3 ausgestrahlt.
Lesungen im Rösslitor St.Gallen, Bernard Litteraire Zürich, Stauffacher Bern, Bubikon, Wil, Heuried Zürich, Belluard Festival Fribourg, Steinach und Rümlang.

1994
Der Roman «Ticket für die Ewigkeit» erscheint.
Kolumnen im Tages-Anzeiger während der Winter-Olympiade und der Fussball-WM.
SDR3 strahlt 60 Maloney-Hörspiele aus.
Lesungen in Langnau im Emmental, Puppenbühne Bern, Weinfelden, Widnau, Brig, Grenchen, Altstätten, Niederglatt, Leukerbad, Jäggi Basel, Rote Fabrik Zürich, Hechtplatz Zürich, Domat-Ems, Kino Uto Zürich, Dietlikon, Burgdorfer Krimitage, Feldpausch Zürich.

1995
Vierzehntägliche Kolumnen im Sportteil des Tages-Anzeigers.
Wöchentliche TV-Kolumne auf der Kehrseite des Tages-Anzeigers.
Der Roman «Tödliche Gewissheit» erscheint im Haffmans-Verlag.
Lesungen in St. Gallen (Olma), Mels, Frick, Kloten, Mogelsberg, Buchs, Luzern (LUGA), Luzern Hotel Atlantis, Kaserne Basel, Stuttgart, Rote Fabrik Zürich, Kupferturm Schwyz, Musikfestwochen Winterthur, Hedingen, Sarnen, Seuzach, Linse Weingarten bei Ravensburg, St. Gallen, Horgen.

1997-2000
Regelmässige Autorentätigkeit für Schweizer Fernsehen DRS («Viktors Spätprogramm»).



1996
Der Roman «Zürich bei Nacht» erscheint im Haffmans-Verlag.
Der Roman «Ticket für die Ewigkeit» erscheint als Taschenbuch im Piper-Verlag.
Verleihung des 1. Burgdorfer Krimipreises für «Tödliche Gewissheit», als bester deutschsprachiger Kriminalroman
des Jahres 1995. Literarische Ehrengabe des Kantons Zürich für «Zürich bei Nacht»
Start einer eigenen Webseite im Internet.
Lesungen in Liesthal, Zürich, Schlieren, Engelburg, Mollis, Wängi, Sursee, Emmen, Friedrichshafen, Nürensdorf, Winterthur, Kreuzlingen, Linse Weingarten bei Ravensburg, Burgdorf, Niederhasli, Oberengstringen, Zug, Baar, Langenargen.

1997
Der Roman «Tödliche Gewissheit» erscheint als Taschenbuch im Piper-Verlag.
Glauser-Nomination für «Zürich bei Nacht».
Der Roman «Tanz an der Limmat» erscheint im Haffmans Verlag.
Mitglied des Schweizer Schriftstellerverbandes. und des Syndikats deutschsprachiger Krimiautoren.
Lesungen in Suhr, Rössli Stäfa, Malters, Aadorf, Amriswil, Marabu Gelterkinden, Schönenberg. Jäggi Bern, Winterthur, Schaffhausen, Wädenswil, Buchhandlung Helvetiaplatz Zürich, Wettswil am Albis, Münchwilen, Gossau, Rapperswil, Dänikon, Richterswil, Goldach.

1998
Der Roman «Zürich bei Nacht» erscheint als Taschenbuch im Piper-Verlag.
Der Roman «Kurzer Abgang» erscheint im Verlag Kein & Aber.
Die Kurzgeschichte «Der Lauscher» erscheint im NZZ-Folio.
Philip Maloney ermittelt zum 200. Mal auf DRS3
Gründung der Firma AUDIOGRAF für Produktion und Vertrieb von Audio, Büchern und Multimedia.
Lesungen in Herisau, Schlatt, Muri AG, Bärsetswil, Pfungen, Rothenburg, Appenzell, Herrliberg, Herisau, Laupen, Aarau, Effretikon, Bachtel, Littau, Frankfurt.



1999
Der Roman «Tanz an der Limmat» erscheint als Taschenbuch im Piper-Verlag.
«Philip Maloney - 30 rätselhafte Fälle» erscheint im Verlag Kein & Aber.
Die Kurzgeschichte «Der Beschützer» erscheint in der Spezialausgabe der Bilanz.
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 6 - 10) erscheinen.
Drehbuch für Pilotfolge «Philip Maloney - die Serie»
Lesungen in Dullikon, Basel, Baar, Sulgen, Uznach, Birmensdorf, Brugg, Hergiswil, Thalwil, Rapperswil BE, Freiburg im Breisgau, Grüningen, Dinhard, Münchenstein, Seen, Dättlikon.

2000
Im Januar einwöchige Lesetour durch Finnland (Helsinki, Tampere, Turku) und Estland (Tallinn).
Im November Lesungen an der Universität in Porto.
Der Roman «Kurzer Abgang» erscheint als Taschenbuch im Scherz-Verlag.
«Philip Maloney und die Leiche im Moor» erscheint als Taschenbuch im Scherz-Verlag.
«Philip Maloney - Mord im Theater» erscheint im Verlag Kein & Aber.
«Admiral Nelson, gespielt von Walter Matthau» erscheint im Buch «Rätselhafte Waagen - Astrokrimis» im Eichborn Verlag.
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 11 - 15) erscheinen.
6 Kurzkrimis erscheinen in der Zeitschrift «Le Menue»
Der Kurzkrimi «Die Brücke zum Mond» erscheint in der Annabelle.
Lesungen in Helsinki, Tampere, Turku, Tallinn, Engelberg, Meilen, Villingen-Schwenningen, Muttenz, Hirslanden, Basel, Hombrechtikon, Knonau, Volketswil, Linse Weingarten bei Ravensburg, Brügg bei Biel, Geroldswil, Rheinfelden, Kornhaus Bern, Hottingen Zürich, Porto.



2001
Der Fortsetzungsroman «last minute» erscheint im Ticket der NZZ
6 Kurzkrimis erscheinen in der Zeitschrift «Le Menue»
«Philip Maloney - Der Womper» erscheint als Taschenbuch im Scherz-Verlag.
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 16 - 20) erscheinen.
2 Theaterstücke entstehen
Unter der Brücke - Drama
Der grosse Wurf - Komödie
Lesungen in Kloten, Schwamendingen Zürich, Neftenbach, Davos, Kaufleuten Zürich, Auw, Kilchberg, Weingarten bei Ravensburg, Grüningen, Kofmehl Solothurn, Weisslingen, Hirzel



2002
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 21 - 25) erscheinen.
Die Doppel-CD Philip Maloney und der Weihnachtsmann erscheint.
«Philip Maloney - Zum Kuckuck» erscheint als Taschenbuch im Scherz-Verlag.
Lesungen in Bachs, Aarau, Dübendorf, St. Gallen, Zollikofen, Küsnacht, Kartause Ittigen, Hägendorf, Orell Füssli Zürich, Rüti, Stein, Hotel Ascot Zürich, diverse Schulen in Basel-Land.


2003
online Kolumne auf www.bluewin.ch - abwechselnd mit Milena Moser
Der Text "Ohne Worte" steht in der Endausscheidung des Agatha Christie Wettbewerbs von Amica und Scherz-Verlag, und erscheint im Oktober in einer Taschenbuch-Anthologie.
«Die Frau am Fenster» erscheint im Ammann-Verlag.
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 26 - 30) erscheinen.
Die Kurzgeschichte »Der doppelte Harry« erscheint in der Zeitschrift Schweizer Familie.
Lesungen in Hettlingen, Elgg, Winterthur, Chur, Luzern, Zürich, Hude, Elisabethfeen, Stauffacher Bern, Niederweningen, Orell Füssli Zürich, Unterägeri, Schönenberg, Escholzmatt, Aarau.

2004
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 31 - 35) erscheinen.
Lesungen in Brütten, Bern, Sils Maria, Urdorf, Frauenfeld, Uitikon, Bern-Bümpliz, Hinwil, Mümliswil, Bielersee, Ebikon, Gerlafingen, Sarnen, Fribourg, Wangen an der Aare, Reinach, Benken, Weiach, Spiez, Ebnat-Kappel, Würenlingen, Wilderswil, Bergün, Bern, Blausee, Linse Weingarten bei Ravensburg, Gstaad.


2005
5 Neue Maloney-CDs (Nummern 36 - 40) erscheinen.
Die Maloney-Lesetour mit Michael Schacht und Jodoc Seidel startet und füllt die Säle. Zwei klassische Maloneyfälle, neu überarbeitet und mit aktuellen Texten ergänzt.
Auftritte in der Schüür, Luzern, Waldhaus in Fällanden, Katakömbli in Bern, Tabourettli in Basel, Centrefries in Fribourg, Saalbau in Reinach, Casino in Wintherthur, Kellertheater in St. Gallen, Schötz, Kofmehl in Solothurn, Bären in Münchenbuchsee, Werkstatt in Chur, Waldstock Festival Steinhausen, Haberhuus in Köniz, Euskirchen, Wetzikon, Olten, Brissago, Altstätten, Thun, Singen, Langnau im Emmental, Alti Moschti in Mühleturnen, Bronschofen, Fabriggli in Werdenberg und Bolligen.

Weitere Lesungen in Marbach, Literaturhaus Zürich, Urdorf, Regensdorf, Brüttisellen, Dübendorf, Solarkatamaran auf dem Bielersee, in Zürich, Zeltainer in Unterwasser, Buchhandlung Schreiber in Olten, Kirchberg St. Gallen, Otelfingen, Forum Höngg, Hittnau, Kallnach, Erschmatt, Hausen am Albis.

2006
5 neue Maloney-CDs (Nummern 41-45) erscheinen.
Die Maloney-Lesetour geht weiter mit Auftritten im KIFF, Aarau, Herzbaracke, Zürich, Schloss Überstorf, Chrämerhuus Langenthal, Palazzo Liestal, Odeon Brugg, GONG Aadorf, Altes Kino Mels, Stadttheater Olten, GUSS Bülach, Schüür Luzern, Tabourettli Basel. Bären Buchsi Münchenbuchsee, La Marotte Affoltern am Albis, Werkstatt Chur, Kerzers, Spiez, ZAK Jona, Kleindietwil, Alti Moschti Mühleturnen, Eisenwerk Frauenfeld, Rotfarb Uznach, Arbon, Kölliken, Haberhuus Köniz, Foccaceria St.Gallen.

Weitere Lesungen in Willisau, Pratteln, Küsnacht, Obererlinsbach, Turbenthal, Bären Biglen.

2007
5 neue Maloney-CDs (Nummern 46-50) erscheinen. Die CD "Der Tote im Tram" ein Fall für Maloney und die VBZ erscheint.
last minute - Erzählung erscheint im KAMERU Verlag in Zürich
Die Maloney-Lesetour geht weiter mit Auftritten im Adagio Luzern, Kulturkeller Stettfurt, Herisau, Palazzo Liestal, Maradu Gelterkinden, Rössli Stäfa, Zwischenbühne Horw, Aula Stäfa, Bütschwil, Museum Mümliswil, Hirschen Erlinsbach, Trimmis, Rirbas, Wittenbach, THIK Baden, Kino Rätia Thusis, Alti Moschti Mühleturnen, KKZ Littau, Bären Aarburg, Kapuzinerkirche Rheinfelden, Regez-Keller Spiez, La Fourmi Luzern, Foccaceria St. Gallen, Spheres Zürich.

Weitere Lesungen in Therwil, Wetzikon, Kloten, Zürich-Enge, Rüschlikon, Olten, Schwerzenbach, Henggart, IWAZ, Möhlin, Widen.

2008

5 neue Maloney-CDs (Nummern 41-55) erscheinen.

Die Frau am Fenster erscheint als Taschenbuch bei Pendragon, Bielefeld.
Stimmen der Nacht, kriminelle Erzählungen erscheinen im KAMERU-Verlag Zürich
Der Mann am Gartenzaun erscheint im Pendragon Verlag, Bielefeld.

Die Philip Maloney Lesetour gastierte in Herzogenbuchsee, Münchenbuchsee, Luzern, Seuzach, Volketswil, Döttingen, Schöftland, Interlaken, Erlinsbach, Lachen, Solothurn, Bubikon, Aarau, Suhr, Zug, Ueberstorf, Winterthur, Niederlenz, Unterwasser, Aarau, Zofingen, Altstätten, Lenzburg, Köniz, Kreuzlingen, Chur, Thun, St.Gallen, Wil, Liestal, Klus-Balsthal, Basel, Dübendorf, Jona, Mühleturnen, Schöftland, Beckenried, Meilen, Frauenfeld, Schaffhausen, Burgdorf, Reinach, Ennetbaden, Engelburg, Bern, Zürich

2009

5 neue Maloney-CDs (Nummern 56-60) erscheinen.

Die Philip Maloney Lesetour gastierte in Langenthal, Gelterkinden, Adelboden, Sulgen, Erlinsbach, Solothurn, Rottal, Kloten, Oberägeri, Deisswil, Schaffhausen, Berlingen, Villmergen, Leuk, Merenschwand, Atzmännig, Ballenberg, Corvatsch, Lichtensteig, Nunningen, Pieterlen, Wetzikon, Vaduz, Buchs, Däniken, Affoltern am Albis, Sursee, Richterswil, Bern, Aarwangen, Ehrendingen, Niesen, Flawil, Rüti, Altdorf, Gränichen, Basel, Steinhausen

Weitere Lesungen in Aetingen, Schaan, Singen, Frankfurt, Rafz, Zürich-Wipkingen, Aesch BL, Magden